Projektübersicht

Mit einer effizienten Anbaumethode für Nahrungsmittel wollen wir einen wirtschaftlichen Betrieb in Sri Lanka gründen und Arbeitsplätze schaffen. Um das zu erreichen, erarbeiten wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein zukunftsorientiertes Konzept mit einem ganzheitlichen Lösungsansatz. Dabei bildet die Planung und der Aufbau der Aquaponikanlage den Kern unseres Projektes. Wir werden die Anlage vor Ort selbst von Hand aufbauen und erarbeiten gleichzeitig ein Betriebskonzept.

Kategorie: soziales Engagement
Stichworte: KIT, Interkultureller Austausch, Sri Lanka, Studentisches Ehrenamt, Engineers Without Borders
Finanzierungs­zeitraum: 14.02.2019 10:04 Uhr - 13.05.2019 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: 2. Bauphase Frühjahr/Sommer 19

Worum geht es in diesem Projekt?

"Wer wirklich helfen will, redet nicht nur, sondern packt an!"

Wir sind Studenten mit dem Ziel Menschen auf dieser Welt zu finden, die wir gemeinsam mit unserem Ingenieurwissen unterstützen können. Dazu finden wir uns zusammen, organisieren uns und schreiten zur Tat.
Im fremden Land setzen wir um, was wir Zuhause planten. Mit vollem Einsatz arbeiten wir mit den Landsleuten Hand in Hand für unser gemeinsames Projekt.

Im Projekt "Lankaponics", dem inzwischen 4. Projekt in Sri Lanka, wollen wir die erste ökonomische Aquaponikanlage in Sri Lanka realisieren.

Aquaponik ist eine Anbaumethode, bei der Fischzucht und Gemüseanbau miteinander kombiniert werden. Das System besteht aus mehreren Fischtanks, verschiedenen Filtern und Gemüsebeeten. Die im System gezüchteten Fische erzeugen Ausscheidungen, welche das Wasser verunreinigen. Dieses Wasser wird anschließend über einen mechanischen Filter geleitet, wodurch Feststoffe herausgefiltert werden. Im nächsten Schritt wandeln Bakterien in einem bio-logischen Filter das in den Fischausscheidungen enthaltene Ammoniak in Nitrat um. Dieses kann wiederum von den Pflanzen aufgenommen und verwertet werden. Das, durch Filter und Pflanzen, gereinigte Wasser wird dann zurück in die Fischtanks geführt, wodurch ein geschlossener Wasserkreislauf entsteht. Mit Hilfe der Aquaponik kann so bis zu 80% Wasser im Vergleich zur traditionellen Landwirtschaft eingespart werden. Außerdem ist man nicht auf eine ergänzende Düngung angewiesen.

Die Anlage steht in der Region Padiyatalawa in der Ostprovinz Sri Lankas. Dort herrscht ein vorwiegend trockenes Klima. Niederschlag fällt fast ausschließlich in der Regenzeit von November bis Januar. Dies hat zur Folge, dass Landwirtschaft lediglich in begrenztem Rahmen möglich ist. Neben Mais und Augenbohnen werden nur vereinzelt Gemüsesorten wie Tomaten oder Auberginen angebaut. In der Trockenzeit liegen die meistens Felder brach.

Um unsere Ziele zu erreichen ergeben sich zwei wesentliche Aufgaben. Auf der einen Seite steht die Planung und der Bau der Aquaponikanlage. Dabei legen wir unseren Fokus darauf, die Anlage so einfach wie möglich zu halten, damit sie leicht zu betreuen ist und bei Bedarf mit einfachsten Mitteln repariert werden kann. Unser zweites Hauptaugenmerk liegt auf der Erarbeitung eins zukunftsorientierten Betriebskonzepts, welches den Betrieb der Anlage sicherstellt. Langfristig soll die Anlage finanziell unabhängig von uns sein.

Der Betrieb der Aquaponikanalage wird nach dem Prinzip eines “Social Enterprise” geführt. Dies bedeutet, dass er ohne Unterstützung durch Spenden wirtschaften muss und der Zweck des Unternehmens klar an den Zielen des Projekts orientiert ist - nicht an der Bereicherung einzelner Personen. Außerdem sollen erwirtschaftete Gewinne in lokale soziale Projekte reinvestiert werden.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Mit dem Bau der Aquaponikanlage verfolgen wir folgende Ziele:

  • Wir werden durch die Gründung eines Betriebs Arbeitsplätze schaffen, sowohl für unqualifizierte als auch für qualifizierte Arbeiter.
  • Wir werden die Region wirtschaftlich stärken indem wir benötigte Rohstoffe lokal zu fairen Preisen einkaufen und den lokalen Markt mit Fisch und Gemüse erweitern.
  • Wir werden eine Vorreiteranlage bauen, um die Technik der Aquaponik in Sri Lanka zu verbreiten.



Um diese Ziele erreichen zu können, müssen wir einen technisch beständigen und positiv wirtschaftenden Betrieb aufbauen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Wir sind Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und haben in den letzten zehn Jahren bereits verschiedene Projekte in Sri Lanka erfolgreich umgesetzt. Neben zwei Brücken konnten wir eine Bäckerei samt Betriebskonzept erfolgreich errichten. Unsere Kompetenzen schöpfen wir aus diesen bereits abgeschlossenen Projekten, den daraus erlangten kulturellen Erfahrungen, dem technischen Wissen aus dem Studium sowie der Unterstützung durch ProfessorInnen des KITs. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern und unserm großen Netzwerk in Sri Lanka sind wir vom Erfolg unseres Projektes überzeugt!

Durch ihre Unterstüzung fördern sie interkulturellen Austausch ehrenamtlicher Basis. Wir Studenten können unseren Horizont erweitern und gelerntes Wissen in der Praxis anwenden.
Außerdem unterstützden sie direkt die Dorfbewohner der Region Padiyatalawa. Abseits der westlichen Wahrnehmung herrschte in Sri Lanka 28 Jahre lang ein unerbittlicher Bürgerkrieg, der erst 2009 beendet wurde. Dabei haben vor allem die östlichen und nördlichen Regionen immer noch mit den Kriegsfolgen zu kämpfen. Viele Familien leben in Armut und finanzieren ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch kleinbäuerliche Landwirtschaft, da es an alternativen Arbeitsplätzen mangelt. Die Landwirtschaft ist aufgrund der trockenen klimatischen Bedingungen allerdings nur wenig lukrativ. Mit dem Projekt „Lankaponics“ wollen wir alternative Anbaumethoden etablieren, Arbeitsplätze schaffen und so die Region auch langfristig wirtschaftlich stärken.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei einer erfolgreichen Finanzierung fließt das gesamte Geld in unsere 2. Bauphase. Davon werden weitere Baumaterialien gekauft, die von uns in der Anlage verbaut werden. Das sind beispielsweise Rohre für die Aquaponikanalage, Abdeckungen für das Dach und weitere Baustoffe.
Bei einer "Überfinanzierung" fließt das Geld ebenfalls in die 2. Bauphase unseres Projekts, welches ein Bauphasenvolumen von ca. 15.000€ hat.
Werden diese 15.000€ ebenfalls erreicht, fließt das Geld in nachfolgende Bauphasen, bei welcher die Anlage beispielsweise erweitert werden kann. Außerdem muss die Schulung der Mitarbeiter finanziert werden, Anlaufkosten und laufende Kosten gedeckt werden. Eine Überfinanzierung würde uns einen schnelleren und einfacherern Markteintritt erlauben. Dadurch könnten mehr Kapazitäten für die Verbreitung der Technologie in Sri Lanka verwendet werden.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Engineers Without Borders – Karlsruhe Institute of Technology (EWB) und Dr. Janaka Kosgolla, welcher das Projekt langfristig begleiten und betreuen wird. Weitere Unterstützer sind die Faculty of Agriculture der University of Ruhuna und Peradeniya sowie auf finanzieller Seite verschiedene Stiftungen (z.B. Stiftung Wissen und Kompetenz), Unternehmen und private Spender.