Projektübersicht

Die hohe Feinstaubbelastung in indischen Großstädten führt zu einem stark erhöhten Gesundheitsrisiko, besonders für einkommensschwache Schichten.

Wir von evayu wollen die Feinstaubbelastung in Wohnräumen verringern indem wir die bereits weit verbreiteten Verdunstungskühler durch günstige Filterlösungen ergänzen.

Der von uns entwickelte Filteraufsatz wird von einem lokalen Unternehmer eingebaut und vertrieben, der seinen Lebensunterhalt auf sozial und ökologisch nachhaltige Weise bestreitet.

Kategorie: soziales Engagement
Stichworte: Feinstaub, Indien, enactus, KIT
Finanzierungs­zeitraum: 15.05.2019 08:43 Uhr - 15.08.2019 00:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Sommer 2019

Worum geht es in diesem Projekt?

Problem

Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub, führt zu erheblichen Gesundheitsproblemen in Indien und anderen Staaten Südostasiens. Vor allem das Risiko für Herz- und Lungenkrankheiten wird dadurch stark erhöht. Indische Großstädte sind besonders stark betroffen: Luftverschmutzung trägt in diesen Regionen zu über zwei Millionen Toten jährlich bei. Familien mit niedrigem bis mittlerem Einkommen haben kaum Möglichkeiten sich vor dieser Belastung zu schützen.

Lösung

Unsere Lösung fokussiert sich darauf, die Feinstaubbelastung dort zu senken, wo sich Menschen die meiste Zeit aufhalten: in Innenräumen. Dazu kombinieren wir Feinstaubfilter aus Vliesmaterialien mit einem weit verbreiteten Typ von Klimaanlage, sogenannten Verdunstungskühlern. Diese kühlen nicht nur die Luft, sondern erzeugen auch den für die Filterung notwendige Luftstrom.

Unser Produkt basiert auf bekannter und preisgünstiger Technologie. Neben der nur indirekt erfahrbaren Verbesserung der Luftqualität sorgen die Geräte auch für ein spürbar besseres Raumklima. Da solche Kühler in indischen Haushalten zur Grundausstattung gehören, bietet unser Produkt eine attraktive Zwei-in-Eins-Lösung.

Die Verdunstungskühler werden dabei nicht von uns selbst hergestellt, sondern zugekauft und vor Ort von durch von uns ausgebildete lokale Unternehmer umgebaut und mit Filtern ausgestattet. Unser direktes Einwirken ist dabei vor Allem auf die Anlaufphase beschränkt, während die spätere Verbreitung der Idee und das Anlernen neuer Kräfte Aufgabe des lokalen Unternehmers ist. Diesem wird durch unser nachhaltiges Geschäftsmodell die Möglichkeit gegeben, seinen Lebensunterhalt dauerhaft auf Basis eines für Mitmenschen, Gesellschaft und Umwelt nützlichen Produktes zu bestreiten. Die ebenso einfache wie effektive Technik ebenso wie das auf zwar eine spezifische, nichtsdestotrotz große Kundengruppe ausgelegte Geschäftsmodell ermöglicht leichte und umfassende Skalierbarkeit.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Unser Projekt hat zwei Ziele: Saubere Atemluft und nachhaltige Arbeitsplätze.

Erstens wollen wir Menschen in Karlsruhes Partnerstadt Pune saubere Atemluft ermöglichen. Durch unsere einfache und erschwingliche Lösung erreichen wir vor allem Gruppen, die sich sonst keine teuren Luftfilter leisten können. Darüber hinaus wollen wir unsere Luftfilter am Anfang vor allem für Schulen bereitstellen, um Kinder zu erreichen. Dadurch verbessern wir nicht nur die Gesundheit der besonders gefährdeten Kinder, sondern fördern auch das Bewusstsein für die Gefährdung durch schlechte Luftqualität.

Zweitens schaffen wir bei Herstellung und Wartung der Filter Arbeitsplätze, durch die Menschen vor Ort ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit dem Verein Enactus KIT e.V. steht hinter unserem Projekt eine große studentische Organisation, die inzwischen auf einen großen Erfahrungsschatz bezüglich sozialer Projekt im In- und Ausland zurückgreifen kann. Unsere Projekte haben neben den sozialen Gesichtspunkten auch immer eine unternehmerische Komponente. Durch das „train the trainer“-Konzept verfolgen wir einen nachhaltigen Ansatz der Projektumsetzung und haben das Ziel, dass sich unsere Projekte langfristig selbst tragen können.

Dadurch ist es uns möglich mit einem geringen Startkapital eine große Wirkung zu erzielen und den Menschen in Indien wichtiges Know-How zu vermitteln, damit diese sich langfristig selbst helfen können.

Um dieses Startkapital aufbringen zu können, brauchen wir Ihre Hilfe.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Um den Menschen die bestmöglich helfen zu können, wollen wir ein hochwertiges Produkt entwickeln.

Der dafür notwendige Produktentwicklungsprozess ist mit diversen Kosten verbunden. Insbesondere wollen wir mit der erfolgreichen Finanzierung unsere Prototypen-Entwicklung abschließen und im Anschluss damit unsere Pilot-Phase in Pune starten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das evayu-Projektteam hat sich aus dem Karlsruher Hochschulgruppe Enactus KIT e.V. heraus gegründet und arbeitet inzwischen mit 13 motivierten Teammitgliedern an dem Projekt. Zu unseren Unterstützern können wir inzwischen das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik (MVM) des Karlsruher Instituts für Technologie, die Firma Freudenberg Filtration Technologies und das Karlsruher Unternehmen PALAS GmbH zählen.