Projektübersicht

Bertolt Brechts Dreigroschenoper gehört thematisch und stilistisch zum Kanon der Weltliteratur. Um dieses, so bekannte wie ewig aktuelle, Stück einem größeren Publikum zu präsentieren, haben sich mehrere studentische Kulturgruppen zusammengeschlossen. Das UniTheater, das GeistSoz-Theater, und Physikertheater bilden den Grundstock des Triaters, einer breiten Koalition die ihre Kräfte und Freizeit bündeln, um das Stück der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Kategorie: Kultur
Stichworte: Triater, Dreigroschenoper, KIT, Brecht, Theater
Finanzierungs­zeitraum: 12.03.2018 14:31 Uhr - 10.06.2018 00:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Premiere 4. Juli 2018

Worum geht es in diesem Projekt?

Kapitalisierung des Elends, die korrupte Verflechtung krimineller Banden mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden, alles untermalt von Kurt Weills ohrwurmträchtigen Balladen - Bertold Brechts Dreigroschenoper überzieht bittere Kritik an den sozialen Verhältnissen mit vordergründiger Popästhetik der zwanziger Jahre. Allein die Tatsache, dass Brecht eine exakt zweihundertjährige englische Oper problemlos für ein deutsches Publikum der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts adaptieren konnte, stellt die Zeit- und Nationenlosigkeit des Themas genügend unter Beweis. Auch im 21. Jahrhundert sind die prinzipiellen sozialen Spannungen noch nicht überwunden, sodass das Stück auch heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Die aktuelle Aufbereitung und Aufführung dieses klassischen Stoffes ist unser ultimatives Ziel.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Selbstredend bestimmen erfolgreiche, mitreißende Aufführungen das Gelingen eines dramatisch-musikalischen Projektes. Einerseits wollen wir den Studenten der Universitäten der Stadt Karlsruhe eine denkwürdige Produktion präsentieren. Anderseits richten wir uns mit der Dreigroschenoper wesentlich stärker als normalerweise an eine breite Öffentlichkeit. Wir möchten über das Format Musiktheater die Vielfalt und Leistungsfähigkeit studentischer Kultur in der Stadt und dem Umland bekannt machen – und somit zu der aktiven Kulturszene der Region beitragen. Explizit sind also auch Personen ohne direkten universitären Bezug zu den Aufführungen eingeladen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Eine lebendige und kreative Kultur hängt ab vom Engagement aller. Das betrifft nicht nur den enormen zeitlichen Aufwand der direkten Projektbeteiligten, sondern gerade auch einen finanziellen Aufwand, den das Format mit sich bringt. Um diese Hingabe an die Sache in ein gelungenes Projekt zu überführen, benötigen wir die nötigen Grundvoraussetzungen. Insbesondere wollen wir ehrenamtliches Engagement auch zukünftig erhalten und die Flamme unserer Begeisterung weitertragen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die erforderliche Anwesenheit eines Orchesters auf der Bühne sprengt die räumlichen Dimensionen dieser. Deswegen ist es nötig, die Bühne mit Hilfe eines Vorbaus zu erweitern. Dieser soll modal ausgestaltet werden, sodass er für zukünftige Produktionen flexibel einsetzbar bleibt und somit eine nachhaltige Anschaffung darstellt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Den Kern der Gruppe bilden sämtliche Theatergruppen des KIT, namentlich das UniTheater, das GeistSoz-Theater und das Physikertheater. Komplettiert werden diese durch eine Vielzahl theater- und musikbegeisterten Studierenden aller Fakultäten und darüber hinaus. Das komplette Projekt, inbegriffen der musikalischen, künstlerischen und dramaturgischen Leitung, wird von uns in vollständiger Eigenregie gestemmt.